Die Technologie ändert sich. Die Partnerschaft bleibt.

Wie ACT Smartware seit über einem Jahrzehnt dazu beiträgt, dass Entwicklungsfragen bei Mercedes-Benz schneller beantwortet werden – mit maßgeschneiderten Tools, direktem Austausch und technischer Tiefe.

Fehler finden, bevor sie zum Problem werden

Wer in der Fahrzeugentwicklung Navigationssysteme oder vernetzte Verkehrsdatendienste verantwortet, hat täglich mit einer zentralen Frage zu tun: Warum verhält sich das System nicht so, wie es soll? Ob ein Endkunde eine falsche Streckensperrung meldet oder ein Entwicklungskollege einem unerklärlichen Systemverhalten auf den Grund gehen muss – die Anforderung ist dieselbe: schnell verstehen, was passiert ist, und gezielt eingreifen können.

Fahrzeugprojekte laufen über zwei bis drei Jahre. Aussagefähig zu bleiben – bei Entwicklungsfragen ebenso wie bei Kundenproblemen im Feld – erfordert Analysewerkzeuge, die mit dieser Komplexität Schritt halten. Standardlösungen stoßen dabei schnell an ihre Grenzen: Sie sind zu generisch, zu langsam anpassbar oder decken die spezifischen Systemarchitekturen schlicht nicht ab.

„Ich komme immer mit Rätseln – Dingen, die man klären muss, oder wo man dauerhaft etwas monitoren soll. Ohne die richtigen Werkzeuge bin ich in vielen Fragen nicht aussagefähig.“
Projektleiter Dr. Hubert Rehborn, Mercedes-Benz AG

Technische Tiefe statt Standardlösung

Der Einstieg in die Zusammenarbeit kam über eine Empfehlung aus dem Kollegenkreis. Was überzeugte, war nicht ein bestimmtes Produkt, sondern eine Arbeitsweise: ACT Smartware stieg tief in die jeweilige technische Domäne ein, arbeitete Anforderungen nicht nur ab, sondern dachte sie mit. Für einen Entwicklungsingenieur, der täglich mit unbekannten Systemzuständen konfrontiert ist, ist das ein entscheidender Unterschied.

Statt Standardlösungen anzubieten, werden die Werkzeuge für die konkreten Systemarchitekturen des Kunden entwickelt – was voraussetzt, die Technologie des Kunden wirklich zu verstehen und sich auch in neue Bereiche einzuarbeiten, wenn das Projekt es verlangt.

Was konkret entwickelt wurde

Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen maßgeschneiderte Analysetools und Prüfwerkzeuge für die spezifischen Systemlandschaften bei Mercedes-Benz. Dazu gehören Werkzeuge zur Fehleranalyse entlang komplexer Serviceketten – etwa wenn Verkehrsdaten auf dem Weg vom Datenprovider bis ins Fahrzeug verfälscht oder unterbrochen werden – sowie Simulationswerkzeuge, mit denen sich Fahrzeugkomponenten softwareseitig nachbilden lassen, wenn das physische Fahrzeug nicht verfügbar ist.

Ein weiterer Schwerpunkt entstand, als Mercedes-Benz Teile der Navigationssoftware stärker im eigenen Haus zu entwickeln begann. Wer eigene Software baut, braucht unabhängige Prüfwerkzeuge – solche, die nicht aus demselben Entwicklungskontext stammen. ACT Smartware übernahm genau diese Rolle: als externe Instanz, die prüft, ohne selbst Partei zu sein.

„Jemand sagt zu mir, ich hab einen Hammer gebaut – wie prüf ich jetzt, ob der auch wirklich Nägel in die Wand haut? Genau das ist mein klassisches Betätigungsfeld mit ACT Smartware.“
Projektleiter Dr. Hubert Rehborn, Mercedes-Benz AG

Schneller, gezielter, unabhängiger

Der praktische Effekt zeigt sich im Entwicklungsalltag. Tickets, die früher stundenlange manuelle Analyse erfordert hätten, lassen sich heute in wenigen Minuten einordnen – weil die Tools gezielt anzeigen, ob ein gemeldetes Problem tatsächlich ein Fehler ist oder eine Fehlannahme über das erwartete Systemverhalten. Fehler entlang komplexer Serviceketten lassen sich gezielt lokalisieren, statt die gesamte Kette manuell zu durchsuchen. Und die unabhängige Validierung bei Eigenentwicklungen stellt sicher, dass interne Blindstellen nicht erst im Feld auffallen.

Warum die Zusammenarbeit seit über zehn Jahren trägt

Was die Zusammenarbeit langfristig trägt, ist nicht eine bestimmte Technologie – die hat sich mehrfach grundlegend verändert. Es sind drei Faktoren, die immer wieder genannt werden: Flexibilität bei veränderten Anforderungen, Zuverlässigkeit in der Umsetzung und direkte Kommunikation auf Ingenieursniveau.

Wenn sich im Projektverlauf herausstellt, dass die ursprüngliche Anforderung angepasst werden muss, passiert das unkompliziert und ohne langen Abstimmungsaufwand. Fragen werden direkt zwischen den beteiligten Entwicklern geklärt – das spart Zeit und verhindert, dass Informationen auf dem Weg verloren gehen. Und wenn etwas nicht umsetzbar ist, wird das klar kommuniziert.

„Ich schick gestern ein Rätsel – heute bespreche ich es mit dem Entwickler. Das ist kein Selbstläufer, das ist eine Frage der Struktur.“
Projektleiter Dr. Hubert Rehborn, Mercedes-Benz AG
Über ein Jahrzehnt, mehrere Technologiegenerationen und viele hundert gelöste Fragestellungen später ist die Zusammenarbeit enger als je zuvor – weil das, was hier funktioniert, in dieser Form schwer zu replizieren ist: technisches Verständnis, das tief genug reicht, um wirklich mitzudenken, und eine Arbeitsweise, die es ermöglicht, schnell zu reagieren, wenn es darauf ankommt.

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